Wie so oft im Leben können selbst kleine Veränderungen überraschend viel bewirken. Und im Zusammenspiel mit anderen kleinen Veränderungen entsteht dann oft schnell ein beeindruckendes großes Ganzes.

Dieser Gesundheitstipp ist einer von diesen kleinen Bausteinen. Minimum wird er euch richtig gut tun – in Kombination mit anderen kleinen Bausteinen jedoch eine langfristig wirklich spür- und sichtbare Veränderung hervorrufen. Ich werde euch hier nach und nach mehr von diesen kleinen Bausteinen vorstellen und lade euch ein, sie einfach mal auszuprobieren. Alle sind einfach und unkompliziert in euren Alltag zu integrieren, denn ich weiß aus eigener Erfahrung: was wirklich kompliziert, teuer, aufwändig ist, das fängt man entweder erst gar nicht an oder gibt es sonst schnell wieder auf.

Für mich gehören die Bausteine heute alle selbstverständlich zu meinem täglichen Ritual dazu. Aber auch ich habe Schritt für Schritt angefangen. Das Zitronenwasser war einer der ersten, und heute gehört es zu meinen ersten To Dos am Morgen, quasi noch im Halbschlaf eine Zitrone auszupressen und mit warmem Wasser aufzugießen. Manchmal gehe ich danach sogar erstmal noch für nur klitzekleine 5 Minuten zurück ins warme Bett 🙂

Dies ist kein exklusiver Geheimtipp der Ayurveda, aber sie mag vor 5000 Jahren als erste Heilunde kultiviert haben. Ich hatte vom Zitronenwasser schon während einer Basenfastenkur vor ein paar Jahren gehört, denn obwohl sauer im Geschmack sind Zitronen tatsächlich ein basisches Lebensmittel. Das heißt, sie werden vom Körper nicht sauer verstoffwechselt, sondern verbrauchen im Gegenteil überschüssige Säure im Körper und helfen so dabei, ihn zu entsäuern. Und übersäuert sind die meisten von uns – ich war es auch.

Ich fing also schon damals an, mehr Zitronensaft beim Kochen zu verwenden, zum Beispiel in Salatdressings oder Smoothies, aber hab den Saft nie pur getrunken – aus Angst, mein Magen könnte es mir doch übelnehmen. Dann stieß ich bei meinem kleinen Ayurveda-Selbststudium immer wieder auf den Tipp, den Morgen mit einem Glas warmen Zitronenwasser zu starten. Mein Vater hatte mir das schon vor Jahren empfohlen, aber wie so vieles, was von den Eltern kommt, hab ich es… sagen wir mal: freundlich ignoriert.

Ich hatte erst Bedenken, wie mein morgendlich leerer, schon mehrfach Gastritis-geplagter Magen es vertragen würde. Und siehe da, es bekam mir und auch meiner Verdauung prächtig. Nach der Chemo bekam ich auch noch eine nicht-alkoholische Fettleber attestiert (jupp, ich hab alles mitgenommen). Neben zuviel Fett, Zucker und Alkohol greifen besonders Medikamente unserer so wichtiges Stoffwechsel- und Entgiftungsorgan an. Ich suchte also besonders nach Lebensmitteln, die ebenfalls entgiftend und leberschonend bzw. –unterstützend wirken. Und voila: Die Zitrone gehört dazu. Das waren verdammt viele Gründe, meinen Tag mit einem Glas

Was diesem scheinbar so einfachen Hausmittelchen nachgesagt wird ist beachtlich.

Warmes Zitronenwasser wirkt:

  1. Entgiftend und entschlackend. Es reinigt die Leber, hilft ihr dabei, Gifte und Schadstoffe abzubauen und abzutransportieren, und wirkt sich ebenso positiv auf Galle und Nieren aus.
  2. Immunstimulierend. Durch die extra Dosis Vitamin C, welches auch für gesunde Haut, Haare und Nägel sorgt.
  3. Verdauungsregulierend und stoffwechselanregend. Unter anderem dank des hohen Kaliumgehalts (entwässernd) und des Ballaststoffs Pektin (darmregulierend).
  4. Entzündungshemmend. Dank einer Vielzahl an Antioxidantien, die unsere Zellen vor freien Radikalen schützen. Freie Radikale sind die Verursacher vieler Krankheiten, indem sie gesunde Zellen angreifen und verändern. Entartet eine Zelle, entwickelt sich Krebs.

Ich fand: Viele überzeugende Gründe, dieses kleine, so einfach zu integrierende Ritual einfach mal auszuprobieren. Und lade euch ein, es ebenfalls zu testen. Spült euch vorher kurz den Mund aus oder gurgelt, damit die Giftstoffe, die sich über Nacht dort angesammelt haben, ausgespült werden.

Einen wundervollen guten Morgen wünsche ich euch 🙂