Das erste Mal hab ich die köstlichen kleinen Dinger bei meiner ersten Ayurvedakur auf Sri Lanka gegessen, und mich schockverliebt – ich hätte auch eine einzige Mahlzeit nur diese kleinen runden Dingerchen snacken können, und hab sie morgens manchmal sogar mit Feigenaufstrich gegessen: Herzhafte, leicht herbe Rotis, mit einem kokosnussigen Geschmack… love it! Ob zur Suppe, zum Curry oder pur sind sie eine super Beilage, und noch dazu gesund, nahrhaft und vielseitig zuzubereiten. Zum Beispiel kann man auch angeröstete Zwiebeln, Karotten oder angeröstete Curry-Blätter in den Teig geben. Glutenfrei, fettarm, zuckerfrei.

Traditionell werden Rotis aus Kurrakanmehl (aka Corakorn) hergestellt, eine Jahrtausende alte Ur-Getreidesorte Indiens, genauer gesagt eine Hirseart. Sie soll angeblich besonders viel Calcium enthalten sowie Aminosäuren und Kieselsäure, und außerdem gut für Stoffwechsel, Elektrolythaushalt und Muskelfunktion sein. Manche mischen für die Rotis auch Kurrakanmehl mit Attamehl (Vollkornweizen), worauf ich wegen des Glutens aber verzichte.

Auf Sri Lanka kamen sie während der Kur jeden Tag auf den Tisch, auch an Tagen, an denen vieles andere verboten war 🙂 Ich habe mir einiges von dem Mehl mitgebracht, man kann es aber auch mit Glück in indischen Supermärkten bekommen oder online bestellen. Alternativ nehmt ihr eine Mischung aus Kichererbsen- und Braunhirsemehl oder probiert selber etwas rum.

Rezept

Zubereitungszeit: 5 Min. + 10 Min. Ruhen | Backzeit: 15 Min.

Zutaten

  • 200g Kurrakanmehl
  • 100ml Wasser
  • 1 TL Kokosöl, geschmolzen
  • 40g Kokosraspeln
  • Salz

Alternativ

  • 125g Kichererbsenmehl
  • 125g Braunhirsemehl
  • 125ml Wasser
  • 1 TL Kokosöl, geschmolzen
  • 50g Kokosraspeln
  • Salz

 Zubereitung

  1. Alle Zutaten zu einem weichen, nicht-klebrigen Teig verarbeiten.
  2. 10 Min. ruhen lassen.
  3. Antihaftbeschichtete Pfanne erhitzen.
  4. Den Teig ausrollen und mit einem runden Ausstecher ca. 7-10cm große Kreise ausstechen.
  5. In der Pfanne von beiden Seiten leicht braun backen.