Trotz des begleitenden Elements Wasser sind Pitta-Typen eher vom Feuer dominiert, und hitzköpfige, feurige, strahlende Persönlichkeiten, die zielstrebig und organisiert ihr Ziel verfolgen. Die Pitta-Energie ist allen Umwandlungsprozessen zum Beispiel im Verdauungstrakt sowie Leber und Milz zuzuordnen und steuert die Körpertemperatur. Pitta wandelt Plasma in Blutgewebe um und gibt ihm seine rote Farbe. 

Meist gute Redner mit schlagenden, wohl überlegten Argumenten, dynamisch und mit viel Energie – körperlich und geistig. Das macht sie besonders leistungsstark und meist auch erfolgreich. Denn wenn sie etwas anfangen, dann ziehen sie es auch durch. Ihr guter Appetit und ihre gute Verdauung lässt sie schnell hungrig werden, und wehe, wenn dann nichts Geeignetes zur Hand ist. Kennt ihr den Spruch „I am sorry for what I said when I was hungry“? Wenn Pitta-Typen hungrig sind, werden sie seeehr ungnädig – da empfiehlt es sich, das Weite zu suchen, wenn man den Ärger nicht abbekommen will. Überhaupt neigen Pittas zu Gereizheit, Ungeduld, Zorn und Ärger. Ein Pitta weiß, was er will, und das merkt man an seinem gesamten Auftreten. Bekommt er nicht seinen Willen, wird er leicht zornig. Geht es ihm zu langsam, merkt man seine Ungeduld.

Die Eigenschaften von Pitta sind heiß, flüssig, beweglich, durchdringend, scharf, sauer und leicht ölig. Nicht verwunderlich, dass zu den typischen Pitta-Beschwerden Entzündungen und Übersäuerung gehören. Pitta hat seinen primären Sitz in Magen und Dünndarm, während Vata in Dickdarm und den Extremitäten angesiedelt ist und Kapha in Kopf und Lunge.

Typische Pitta-Merkmale auf körperlicher Ebene

Pittas sind meist muskulös, athletisch und wohlgeformt, mit einem relativ stabilen Gewicht und geschmeidiger, warmer, oft heller Haut. Diese ist häufig mit Sommersprossen und Leberflecken gesprenkelt und neigt zu Rötungen. Pittas ergrauen oft früh und neigen zur Glatze und haben eher weiches, dünnes, leicht fettendes Haar.

Sie sind dynamisch im Auftreten und haben einen klaren, energischen Blick und eine klare, energische Stimme. Ein Pitta weiß, was er will, und das merkt man auch. Augen, Zähne, Haut und auch Urin oder Stuhl können eine rötliche oder gelbliche Färbung annehmen. Sie haben meist eine ausgezeichnete Verdauung und einen guten Stoffwechsel, und kommen schnell und ausgiebig ins Schwitzen.

Pittas lieben Sport, auch auf Wettkampfebene, und können dabei gut entspannen.

Typische Pitta-Merkmale auf geistiger Ebene

Pittas sind oft ehrgeizig, dynamisch, zielstrebig und willensstark, zudem organisiert, rational und mit Weitblick ausgestattet. Sie treffen schnell klare und fundierte Entscheidungen, lieben es zu planen und zu organisieren und brauchen Struktur und Logik. Zudem verfügen sie über ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein und sind manchmal regelrecht fordernd.

Das Feuer macht sich in Ihrer Leidenschaft, ihrer (Herzens-)Wärme und Ihrem scharfen Intellekt bemerkbar, sie brennen für eine Sache und stürzen sich mit Ehrgeiz und Feuereifer in die Umsetzung von Projekten. Sie sind mutig und kämpferisch,  können aber auch rücksichtslos und ungerecht sein. Oft trifft man sie in leitenden Positionen an, denn sie können sich gut durchsetzen, überzeugend argumentieren und lieben es zu diskutieren.

Zudem neigen sie zu Dominanz, Gereiztheit sowie zu Ärger, Zorn, Wut und Aggressivität. Da sie nicht besonders kritikfähig sind und keinen Widerspruch mögen – obwohl sie selbst gern kritisieren – führt dies in Partnerschaften, im Job und mit Freunden häufiger zu Konflikten.

Typische Pitta-Beschwerden

Klassisch sind Übersäuerung, Gastritis, Leber-, Gallen, Milzprobleme, Entzündungen, Stoffwechselkrankheiten, Fieber, Blutkrankheiten, Schweißabsonderung, Augen- und Hautkrankheiten, Durchfall und andere Verdauungsprobleme sowie heiße, brennende Gelenke. Es besteht eine Neigung zu Herpes- und Fieberbläschen, Karies, entzündetem Zahnfleisch und Zahnfleischbluten.

Pittas meiden besser

Aufgrund des guten Verdauungsfeuers müssen und sollten Pittas regelmäßig essen, aber alles Saure, Salzige und Scharfe meiden, genauso wie ölige-fettige Lebensmittel und zu Heißes oder Trockenes. Dauerstress (aber genauso auch Langeweile) und Trockenheit. Alkohol, Kaffee, rotes Fleisch, erhitzende und scharfe Gewürze, die meisten Milchprodukte und Nüsse sowie alles Übersäuernde sind für Pitta besonders ungeeignet. Auch Zucker und Weißmehl sind wegen ihrer entzündungsfördernden Eigenschaften nicht zu empfehlen. Zu viel Hitze erhöht Pitta genauso wie zu wenig Schlaf und lange, angestrengte Kopfarbeit – da heizt das Hirn ordentlich auf.

Pittas brauchen dafür

Regelmäßige Mahlzeiten, die frisch, kühlend und leicht sind. Bevorzugte Geschmacksrichtungen: süß, bitter und herb. Viel grünes Blattgemüse eignet sich ebenso für Pitta wie Möhren und Rohkost oder ein grüner Smoothie. Pittas brauchen regelmäßig Erfolge oder Anerkennung und (intellektuelle) Herausforderungen, müssen aber auf ihre Grenzen achten. Insbesondere im Sommer sollten sie auf ausreichend Abkühlung achten.