Auf den Tisch kommt, was die Gemüsekiste hergibt, und heute waren dies braune Bio-Champignons und roter Baby-Mangold. Eine super Kombination, wie ich finde. Ich habe daraus ein Kapha-Gericht gemacht, da diese gefühlt manchmal etwas zu kurz kommen 🙂 In Rapsöl angebraten, mit Sonnenblumenkernen verfeinert und mit einem Schuss Soja-Sahne abgeschmeckt bekommt ihr so ein super leckeres und lange sättigendes Gericht. Insbesondere der gekochte Buchweizen, der nicht nur glutenfrei ist, sondern auch voller guter Proteine, Ballaststoffe und anderer Vitalstoffe steckt (gut für Leber, Cholesterinspiegel und Blutdruck), macht es zu einem „Mit gutem Gefühl“-Essen.

Noch ein Hinweis, da da es hier ja um ayurvedische Ernährung geht: Der Verzehr von Pilzen wird in der Ayurveda generell eher nicht empfohlen, da Pilze alle Doshas vermehren und Tamas erhöhen. Insbesondere alle, die unter Ama- oder Autoimmun-Erkrankungen leiden, sollten eher keine Pilze konsumieren. Selten und in Maßen kommen sie bei mir trotzdem auf den Speiseplan, und bekommen mir ausgezeichnet.

Die Trigunas (drei Eigenschaften) Samas, Rajas und Tamas sind quasi das mentale Äquivalent zu den körperlichen Dosha-Energien Vata, Pitta und Kapha. Die energetische Konstitution auf geistiger Ebene, wobei Tamas am ehesten mit Kapha gleichzusetzen ist. Denn Tamas ist das Prinzip der Trägheit, Dunkelheit und Passivität, aber auch der Gewalt, Unbewusstheit, Faulheit, Zerstörung und mehr.

Auch Tomaten (sehr sauer, kalt, Srota-blockierend und alle Doshas erhöhend – es sollten immer die Kerne und der grüne Innenteil entfernt werden) sowie Zwiebeln und Knoblauch (stark erhitzend und Tamas-fördernd) werden nicht empfohlen. Während meiner Ayurveda-Kuren auf Sri Lanka gab es beispielsweise auch keine Ananas, obwohl es diese dort frisch und süß vom Baum geerntet gab und diese generell eigentlich nicht zu den nicht empfohlenen Früchten gehört.

Dosha-Tipp: Für Vata ist dieses Gericht mit Vorsicht zu genießen, insbesondere wenn ihr statt Mangold Spinat nehmt. Stattdessen ist es ein gutes und sättigendes Kapha-.Gericht, welche eher Fett- und Kalorienarm essen, und Getreide mit hohen Brennwerten bevorzugen sollten. Perfekt hierfür: Gekochter Buchweizen. Dafür die Kartoffeln eher weglassen oder nur wenig nehmen. Auch Sonnenblumenkerne kann Kapha gut essen, obwohl Nüsse und Kerne ja sonst einfach zuviel Fett enthalten. Auch ausbalancierte Pitta können hier gern zugreifen und bei Getreide und Öl noch variieren (Basmati, Quinoa oder Bulgur und Kokos- oder Olivenöl).  

Glutenfrei, zuckerfrei, fettarm

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Rezept Mangold-Pilz-Pfanne mit Buchweizen und Ofen-Kartoffeln

Zubereitungszeit: 10 Min. / Kochzeit: 20 Min.

Zutaten

  • 600g Kartoffeln
  • 500g Pilze
  • 125g roter Mangold
  • 200g Buchweizen
  • Ghee oder Rapsöl
  • 1 EL Sonnenblumenkerne
  • 1/2 TL Kreuzkümmel
  • 1/2 TL Koriander
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1 Prise Kardamom
  • 1 EL Kapha-Gewürzmischung oder eine Mischung aus beispielsweise Chili, Kurkuma, Paprika, Rosmarin und Senfsamen (gemahlen)
  • 100 ml Soja-Sahne
  • Steinsalz
  • Schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Die Kartoffeln putzen oder schälen und in mitteldicke Scheiben schneiden. Mit Öl beträufeln und mit einem Esslöffel Kapha-Gewürzmischung  oder auch einfach nur frischem Rosmarin und ein paar Chiliflocken 10 Min. marinieren.
  2. Die Pilze putzen und in Scheiben schneiden, den Mangold waschen und gut abtropfen lassen.
  3. Buchweizen gründlich und mehrmals waschen und dann in einem Topf mit der doppelten Menge Wasser aufkochen lassen.
  4.  Ghee oder Öl in einer großen Pfanne erhitzen, Kreuzkümmel, Kurkuma, Koriander und Kardamom anrösten. Die Pilze hinzugeben und bei mittlerer Hitze garen.
  5. Wenn der Buchweizen kocht, den Herd auf die kleinste Stufe stellen und das Getreide 20-25 Min. garen lassen.
  6. Den Mangold nach und nach zu den Pilzen geben. Zum Schluss 100 ml Soja- oder Hafersahne unterrühren und mit gerösteten Sonnenblumenkernen bestreuen.
  7. Die Kartoffelscheiben aus dem Ofen nehmen und mit etwas Steinsalz bestreuen, die Mangold-Pilz-Pfanne ebenfalls mit Salz und Pfeffer abschmecken.