„Go green“ ist ja an sich eine gute Sache. Aber ständig sehe, lese und höre ich, wer alles Matcha Latte trinkt, liebt, empfiehlt… Ganz ehrlich: Schon aus Protest habe ich mich dem verweigert 😉 Doch jetzt wollte ich selbst mal wissen, was dran ist an dem grünen Hype, und habe ihn gegen das ayurvedische gelbe Hype-Heiß-Getränk getestet, welches es schon seit Jahrtausenden gibt: die gute alte Goldene Milch.

Ein echter Schatz: Goldene Milch

Goldene Milch enthält in nur einem dampfenden Wohlfühlbecher sehr viel Gutes, allem voran Kurkuma, plus Ingwer, Pfeffer und Zimt. Immunstärkend, antiseptisch, energiespendend und verdauungsfördernd, um nur einige Vorteile zu nennen. Besonders als Schlummertrunk wird der goldenen Milch eine besonders intensive Wirkung nachgesagt.

Match me if you can: Matcha

Doch auch Matcha muss sich nicht verstecken. Klären wir erstmal, was das eigentlich genau ist. Matcha (japanisch „gemahlener Tee“) ist – Überraschung! – gemahlener, grüner Tee und wird rein aus den zarten Blattspitzen von getrocknetem Tencha Tee hergestellt. Entsprechend ist das Pülverchen eine kleine Kostbarkeit, in höchster Qualität sollen 10g um die 17 Euro kosten – man bekommt Matcha aber auch schon wesentlich günstiger. Ich habe für 50g um die 8 Euro bezahlt, in Bio-Qualität (wurde zumindest so verkauft). Er soll lieblich-intensiv schmecken, manchmal auch mit einem herb-bitteren Beigeschmack.

Einmal gekauft sollte Matcha schnell (innerhalb von 4 Wochen) verbraucht, und solange licht- und luftdicht aufbewahrt werden, am besten im Kühlschrank. Also immer eher kleine Mengen kaufen, wenn ihr kein Matcha-addict seid.

Wie grünem Tee wird Matcha eine besonders gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt: es soll entzündungshemmend wirken und das Immunsystem stärken. Und dazu soviel Koffein wie ein Espresso enthalten, dabei aber den großen Vorteil habe, im Gegensatz zu einer Kaffee-Overdose nicht nervös oder hibbelig zu machen. Wie beim Kurkuma wird auch grünem Tee eine krebshemmende Wirkung nachgesagt, die aber bis dato noch nicht belegt werden konnte.

Einfach machen – so geht’s

Für die goldene Milch fertige ich erst eine Paste aus Kurkumapulver, fein gemahlener Ingwerwurzel, frisch gemahlenem Pfeffer und Zimtpulver an, indem ich sie in etwas Kokosöl kurz anröste und mit etwas Wasser langsam einkoche. Ein TL pro 250ml Pflanzenmilch und fertig ist eine goldgelb strahlende kleine Wohlfühlmahlzeit. Ich sage bewusst Mahlzeit, denn ich habe dafür 200ml selbstgemachte Cashewmilch verwendet, in der sich immerhin 50g Cashews verstecken, und das sind so um die 270 Kalorien. Dazu habe ich 100ml Reis-Kokosmilch gegossen und beides erwärmt und aufgeschäumt. Paste einrühren und fertig. Extra Süße braucht es nicht.

Den Rest der Paste tue ich in den Kühlschrank und habe so immer einen Vorrat parat, der 2-3 Wochen hält. Theoretisch 🙂

Der Matcha ist noch einfacher zu machen: ½ TL Pulver in etwas Wasser einrühren, mit 250ml Pflanzenmilch (hier habe ich nur Cashewmilch genommen) aufgießen, erwärmen, aufschäumen und mit etwas Kokosblütensirup süßen.

And the winner is…

Eindeutig (wirklich keine Frage) die Goldene Milch! Ich bin schon kein großer Grüntee-Fan, und der typische Grüntee-Geschmack ist beim Matcha Latte doch nicht zu überschmecken. Ist einfach nicht meins, sorry. Insofern was mich betrifft: nicht „so hot“, sondern „so not“.

Die Goldene Milch schmeckt würzig-süß, mild und mit einem Hauch Kokosnuss im Abgang, wenn ich hier mal den Heißgetränk- Connaisseur spielen darf 😉 Da geht auch mal ein zweiter Becher, wenn der Magen noch Kapazitäten hat…

Und wie sieht es bei euch aus – was ist euer Favorit?