Heuschnupfen im Februar?! Ja, geht, wenn das Thermometer auf einmal 14 Grad anzeigt. Normalerweise bleibe ich bis März/April verschont, aber gestern fing es an… meine überempfindlichen Schleimhäute haben mit Niesattacken, Halskratzen und juckenden Augen auf das herrliche Wetter und damit die Pollen reagiert. Über die Sonne hab ich mich trotzdem gefreut 🙂

Trotzdem, Heuschnupfen braucht kein Mensch. Dieses Jahr werde ich es mal mit der ayurvedischen Hausapotheke probieren, die zum Beispiel Ashwagandha empfiehlt.

Ashwagandha – die Winterkirsche

Ashwaganda, auch Winterkirsche oder Schlafbeere genannt, gehört zu den „Rasayanas“. Substanzen, die, um es mal verständlich auszudrücken, als besonders gesundheitsfördernd gelten und vielfältig wirksam sind. Sie gleichen alle Doshas aus, sind alle Gewebe nährend, unterstützen Agni (die Stoffwechselprozesse und damit die Verdauung) und halten die Srotas, die Transportkanäle für Nährstoffe, Abfallprodukte & Co., im Körper gesund und frei. Zudem haben diese Wundermittelchen noch weitere Wirkungen.

Ashwagandha soll so zum Beispiel nicht nur das Immunsystem stärken, verjüngend und stressreduzierend wirken, sondern ebenfalls gut für den Muskeln-/Bänder- und Knochenaufbau sein, entzündungshemmend und aphrodisierend wirken und vieles mehr.

Aufgrund seiner Vata-reduzierenden und immunstärkenden Wirkung wird es auch bei Heuschnupfen (gereizte Schleimhäute) eingesetzt. Trotzdem können beim Heuschnupfen auch die anderen Doshas eine Rolle spielen. Gerötete Augen, gelber Schleim, generell Rötungen deuten zum Beispiel auf Pitta hin, Schwere und Benommenheit, weißer Schleim und verstopfte Nasennebenhöhlen lassen auf eine Kapha-Beteiligung schließen. Das sollte ein Ayurveda-Therapeut abklären.

Heuschnupfen – das kann man tun

  • Empfohlen wird, morgens und abends je zwei Ashwagandha-Presslinge/-Kapseln oder 1-2 g des Pulvers einzunehmen, am besten mit Ghee (siehe „Trägersubstanzen“ weiter unten) vermischt. Idealerweise bereits bis zu 3 Monate vor der Heuschnupfenzeit, aber dafür ist es jetzt wohl zu spät 😉
  • 1-2 Tropfen Ghee morgens und abends in jedes Nasenloch einreiben.
  • Nasenspülungen mit Euphrasiatee und Euphrasia-Augentropfen nehmen – nicht umsonst heißt Euphrasia auch Augentrost.

Exkurs Trägersubstanzen

Ghee ist wie auch Honig, Milch und Öl eine Trägersubstanz, mit der Aufnahme und Verwertung von Präparaten unterstützt, die Wirkung verstärkt und Nebenwirkung vermindert werden. Ghee ist es besonders als Trägersubstanz für Vata geeignet, wie auch Milch und Öl. Für Pitta wird Milch und Ghee empfohlen, für Kapha Honig und warmes (kein kaltes!) Wasser.

 

Hinweis: Dies ist und ersetzt KEINE medizinische Beratung, denn ich bin keine Ayurveda-Ärztin oder Therapeutin. Es sind lediglich  Maßnahmen, die empfohlen werden und die ich selber ausprobiere. Solltet ihr dies auch tun, geschieht dies aus freiem Willen und auf eigene Verantwortung. Das muss ich hinzufügen 🙂