Kommen ungebeten und ohne Einladung:  Erkältungen. Ein paar Tipps, wie ihr dem Schnupfen natürlich ein Schnippchen schlagt 😊

Ob in der Bahn, im Büro oder zuhause: Sicher schnieft, hustet und röchelt es auch um euch überall herum. Neues Jahr, neue Erkältung Irgendwann erwischt es jeden, auch ich hab ab und an mal eine Erkältung, allerdings viel seltener als früher, und viel milder, da ich direkt etwas dagegen bzw. für mich tue 😇 Vorbeugend eignen sich zum Beispiel Meersalz-Nasenduschen und ein wenig warmes Sesamöl: dieses täglich in die Nasenschleimhaut hochziehen oder einreiben. So wird es Bakterien und Viren schwer gemacht, sich einzunisten – was trockene Heizungsluft wiederum fördert. Also: Haltet die Nase bzw. alle Schleimhäute feucht und gesund 🙂 

Eine nicht unbedingt ayurvedische, aber dennoch unschlagbare Maßnahme: sobald ich merke, dass es im Hals leicht kratzt, die Nase läuft oder ich mich schlapp fühle, nehme ich das Schüssler-Salz 3, Ferrum Phosphoricum. Das sogenannte Notfallsalz. Alle 1-2 Stunden 3-6 kleine Tabletten lutschen.

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Ayurveda-Tipp: Nelken kauen

Versucht es bei den ersten Anzeichen einer Erkältung mal mit Nelken: Antiseptisch, schmerzstillend und schleimlösend ein gutes Hausmittel, um dem Schnupfen davonzukommen. Einfach regelmäßig 2-3 Nelken in den Mund nehmen, gut einspeicheln und längere Zeit kauen. Ihr werdet merken: Das Nelkenöl ist sehr intensiv 🙂 Es wirkt übrigens auch schmerzstillend und ist das beste Mittel gegen Zahnschmerzen!

 

—————————————————————————————————————-So oder so den ganzen Tag viel warmes, abgekochtes Wasser trinken, damit der Körper alles, was da nicht hingehört, ausspülen kann. Und möglichst schlafen, schlafen, schlafen. In 9 von 10 Fällen ist am nächsten Tag alles wieder gut und ich wie neu. Doch manchmal eben auch nicht.

Da Erkältungen sehr unterschiedlich sein können (klarer Laufschnupfen=Vata, brennendes, entzündliches Sekret=Pitta, schleimig-fest=Kapha), muss man sich  individuell genau angucken, welches der drei Doshas besonders dominant ist und gesenkt werden muss. Aber es gibt ein paar allgemeine Tipps, die in vielen Fällen großartig wirken ❤️💪🏻 .

Hier ein paar ganz einfache, effektive Maßnahmen. Was immer gilt: gönnt euch Ruhe, schlaft viel und trinkt viel warmes, abgekochtes Wasser. Tägliche Nasenduschen mit Meersalz helfen 1a bei festsitzendem Schnupfen, Thymian-Tee hilft fantastisch bei Husten. Was Wunder wirkt: Ingwer und Vitamin C !!!

Wunderwaffe Nummer eins: Ingwer

Ob frisch gekaut, in Suppe oder Curry, als Pulver mit Honig eingenommen oder in verschiedenen Tee-Varianten, z.B. mit  Zimtstange (wirkt entschleimend) und/oder Kardamomkapseln getrunken und mit Honig gesüßt. Der Körper braucht Wärme, und Ingwer heizt ihm wie Zimt und Kardamom so richtig ein. Der getrocknete Ingwer hat eine stärkere Wirkung, ist aber dadurch für Menschen mit Pitta-Überschuss (Säure, Hitze, Feuer) nicht so gut geeignet wie frischer Ingwer.

Wunderwaffe Nummer zwei: Vitamin C

Generell gilt: Gönnt euch, klotzen statt kleckern, einer geht noch! In natürlicher Form ist Vitamin C zum Beispiel in Acerola- oder Amalaki-Pulver in hoher Dosierung enthalten.

Amalaki – ein Geschenk der Götter

Amalaki, in Hindi kurz Amla genannt, ist die indische Stachelbeere und die Frucht mit dem höchsten Vitamin C-Gehalt. Nicht umsonst wird der Amlabaum als „göttliches Geschenk an die Menschheit“ verehrt 😊 immunstärkend, zellschützend und energetisierend tut ihr eurem Körper damit wirklich was Gutes. Im Ayurveda gilt Amalaki als Rasayana, ein besonders potentes, wertvolles, gewebenährendes und –schützendes Mittel, das alle Doshas ausgleicht.

Es wird gesagt, dass Amalaki ein stark wirksames, regenerierendes Tonikum und durch seine vielfachen gesundheitsfördernden Eigenschaften sogar ein Anti-Aging-Mittel ist, mit immunmodulatorischem Potenzial.

Amalaki reguliert und belebt den Stoffwechsel (Agni) auf allen Ebenen, unterstützt die Aufnahme von Nährstoffen in den Zellen und ist besonders gut bei Übersäuerung in jeglicher Form, also eine besonders Pitta-reduzierende Substanz, weshalb sie vor allem im Sommer bei akuten Pitta-Beschwerden hilft. Generell ist Amalaki aber auch hervorragend für Vata und Kapha geeignet, also tridosha.

Amalaki-Pulver (Churna=Pulver) ist einfach im Internet zu bestellen. Aber achtet darauf, dass es Bio und von guter Qualität ist! Eine generelle Einnahmeempfehlung ist 2 x täglich 3g mit warmer Milch oder heißem Wasser vor dem Essen.

Unkomplizierte einheimische Alternativen:

Spinat und Kohl (wie Rosenkohl, Grünkohl oder Brokkoli) enthalten zum Beispiel mehr Vitamin C als Orangen 😉 Und wenn der Hals kratzt, ist Orangen- oder Zitronensaft oft eh eher unangenehm zu trinken. Versucht es also doch mal mit Gemüse, um euch mit Vitamin C zu pimpen 😎

Vitamin C-Tipp: Spinat- oder Kohl-Smoothie!

Da beim Kochen von Gemüse, insbesondere wenn es im Wasser gekocht wird (das Vitamin C wird quasi „ausgewaschen“), einiges verloren geht, kann man Vitamin C-reiche Gemüse- oder Obstsorten auch als Saft oder Smoothie trinken. Manches Gemüse ist jedoch leichter verdaulich, wenn es angedünstet wird. Macht ihr euch einen Smoothie aus z.B. Kohl, gebt etwas warmes Wasser sowie verdauungsfördernde Gewürze hinzu, z.B. Ingwer, Kreuzkümmel oder auch Zimt – die geben nicht nur der Verdauung, sondern auch noch dem Geschmack einen Kick 🙂 Auch wärmendes Gemüse Wie Möhren oder Rote Bete (süß im Geschmack) oder Rettich und Kresse (eher scharf und bitter) regt den Stoffwechsel an und steigert die Nährstoffaufnahme.

Im Ayurveda wird darauf geachtet, dass gerade schwer verdaulichere Nahrungsmittel zu Zeiten eingenommen werden, in denen unser Verdauungsfeuer am stärksten ist: Das ist täglich von 10-14 Uhr, in der Pitta-Zeit. Insbesondere am Nachmittag und Abend kann schwere, rohe und ungekochte Nahrung nicht oder nur unzureichend verdaut werden, also verzichtet nach 14 Uhr auf Salat und Co.

Vitamin C ist licht- und sauerstoffempfindlich, sprich baut sich schnell ab – also frisch gepresste Säfte oder Smoothies am besten immer direkt genießen.