Hach, wo fängt man da an. Nicht nur eine wunderschöne, köstliche Frucht mit diesen saftig-süßen Kernen in sattem, strahlenden Rot, sondern auch ein sagenhaftes Heilmittel, dass unter anderem im Ayurveda schon seit Jahrtausenden eingesetzt wird.

Generell gilt der Granatapfel als verjüngend und (Haut-)straffend) – kein Wunder, wenn man sich die saftigen, prallen Kerne anschaut.

Granatäpfel im Ayurveda

Die Geschmacksrichtungen vom Granatapfel sind laut Ayurveda sind sauer, süß und zusammenziehend, mit einem süßen Vipaka (der Effekt nach der Verdauung). Die beste Nachricht: Er ist tridosha, sprich er gleicht alle drei Doshas aus. Als eine der wenigen roten Früchte ist er somit auch für Pitta geeignet – da er süß verstoffwechelt wird, wirkt er sogar besonders Pitta-ausgleichend.

Smoothie-Tipp: Granatapfelsaft mit Rosinen und Kurkuma

Auch in der westlichen Medizin gelten Granatäpfel als gute Eisen-Quelle und wahre Nährstoffbomben mit vielfältiger Wirkung. Sie sind ein basisches Lebensmittel, enthalten im Vergleich zu anderen Früchten den größten Anteil an Antioxidantien und sind für ihre positive Wirkung z.B. auf Blutdruck/-gefäße und Cholesterinspiegel bzw. das gesamte Herz-Kreislauf-System bekannt. Im Ayurveda werden Saft und Samen auch bei Nasen- und Zahnfleischbluten, zur Behandlung von Hämorrhoiden und vielem mehr eingesetzt. Auch die Samen und die getrocknete Schale können verzehrt werden.

Hausmittel gegen Durchfall: getrocknete Granatapfelschale

Das Pulver aus der Schale beispielsweise ist ein gutes Mittel gegen Durchfall. Hierfür einfach die Schale eines Bio-Granatapfels trocknen lassen und dann fein pulverisieren (funktioniert übrigens auch mit Mangosamen bei Durchfall).

Darauf solltet Ihr beim Kauf achten

Granatäpfel reifen nicht wie viele andere Früchte nach. Deshalb solltet Ihr schauen, dass Ihr reife, süße Früchte kauft. Saure Früchte sind nicht für jeden geeignet. Im Kühlschrank kann man reife Granatäpfel über Wochen aufbewahren.

Tipp für‘s Entkernen: Rollt die Granatäpfel mit etwas Druck auf dem Tisch hin und her, dann lassen sich die Kerne leichter lösen. Ich mache das immer in einer großen Schüssel, denn es spritzt ganz schön und der Saft ist stark färbend. Achtet darauf, dass Ihr die weißen Häute gründlich entfernt.