Während viele meiner Freunde Chips, salzige Nüsse oder eine ganze Salami zum Abbeißen für das Größte halten, war für mich schon immer Süßes die größte Versuchung. Als ich begann, mich vegan zu ernähren, war also schnell klar: Es müssen coole, vegane Rezepte her, die meinen Süß-Jieper befriedigen und mich nicht im größten Stress doch zur Snackbox greifen lassen. Zuckerfrei, fettarm, glutenfrei 

Was eine Snackbox ist? Bisher waren die fiesen kleinen Dinger eigentlich in allen Agenturen zu finden, in denen ich gearbeitet habe: Kleine Holzkisten voll mit Schokoriegeln, Weingummi-Tütchen & Co. für die gestressten Kreativen, nur 80 Cent das Teil.

Jetzt bin ich schon soweit, dass mich Snickers & Co. gar nicht mehr so locken, aber was Süßes brauch ich trotzdem noch regelmäßig. Möglichst ohne Zucker oder zuviel Fett, aber mit ganz viel „Lecker“. Als großer Obstfan ist das bei Kuchen gar nicht so schwer. Einfach ‘ne Menge Lieblingsobst mit reinmischen und schon hat man den perfekten Nachmittagssnack. Und da ich aufgrund eines immer gut gefüllten Obstkorbes öfter vor dem „Was machen mit den braunen Bananen?“-Problem stand, bin ich schnell bei Bananenbrot gelandet. Warum es „Brot“ heißt war mir immer ein Rätsel, denn, let’s face it: Es ist ein je nach Rezept mehr oder weniger gesunder Kuchen.

Meinen kann man dank der guten Zutaten ohne schlechtes Gewissen schon zum Frühstück essen oder als köstlichen Powersnack zwischendurch. Und selbst bei Schwiegermama oder zum Geburtstag kann man damit durchaus auch optisch Eindruck schinden – geschmacklich sowieso.

Ich habe ihn glutenfrei mit proteinreichem Buchweizen- und Braunhirsemehl gemacht, was ihn nussig-herb schmecken lässt. Wer will kann auch andere, feinere glutenfreie Mehle nehmen, oder natürlich auch Weizen- oder Dinkelmehl (dann ist er nicht mehr glutenfrei).

Zusätzlich enthält er eine große Portion südamerikanische Pekannüsse, die mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren sowie wertvollen Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium, Zink, Magnesium und Eisen auftrumpfen. Und auch einfach super schmecken.

Da Buchweizen und Braunhirse einen Kuchen eher trocken werden lässt, habe ich für einen saftigeren Kuchen noch große Apfelstücke mit reingetan. Sieht auch beim Anschneiden toll aus J

Wer sich wundert: Der Apfelessig sorgt aufgrund der Säure zusammen mit Backpulver und Natron dafür, dass der Kuchen locker und luftig wird.

Rezept

Für eine 18Ø-Form
Zubereitungszeit: 15 Min. | Backzeit: 50 Min.

Zutaten

Flüssige Zutaten

  • 4 kleine Bananen, gemanscht
  • 80ml Öl (z.B. Rapsöl)
  • 125ml Reismilch
  • 1 TL Apfelessig

Trockene Zutaten

  • 210 Buchweizen
  • 70g Braunhirsemehl
  • 10g Chiasamen
  • 10g Leinsamen, geschrotet
  • 40g Kokosblütenzucker
  • 1TL Natron
  • 2TL Backpulver
  • 15g Kakaopulver, roh
  • 1TL Zimt
  • Prise Salz

Weitere Zutaten

  • 50g Pekannüsse, grob gehackt
  • 30g Pekannüsse, ganze Hälften für die Deko
  • 200g Apfel, geschält und geviertelt

Zubereitung

  1. Ofen auf 180° vorheizen.
  2. Bananen zu einem Brei stampfen.
  3. Öl, Reismilch und Essig unterrühren.
  4. Alle trockenen Zutaten in eine Schüssel tun.
  5. Mit den flüssigen Zutaten vermischen, gehackte Pekannusskerne unterrühren.
  6. Teig in eine gefettete Backform geben.
  7. Äpfel schälen, entkernen und in Viertel schneiden.
  8. Blütenförmig In den Teig drücken, so dass der Apfel bedeckt ist
  9. Mit 30g Pekannushälften verzieren.
  10. Im Ofen auf mittlerer Schiene 50 Min. backen, den Stäbchen-Gartest machen.

Dosha-Tipp: Buchweizen und Braunhirse sind besonders gut zur Befriedigung des Kapha-Doshas geeignet, Pita und Vata können auch gut mal (Vollkorn-)Dinkel- oder Weizenmehl nehmen. Bananen sind für Kapha eher nicht empfohlen, da zu schwer und süß – aber als gelegentliches Sweet Treat ok, außer ihr wollt euer Gewicht reduzieren. Dann steht Kuchen aber ja eh nicht auf dem Speisezettel 🙂