Ayurvedakur – was ist das: Im siebten Teil meines Blogbuchs geht es – oops – gar nicht um Ayurveda, sondern um das, was ich nebenher noch so getrieben habe. Mir zum Beispiel die wunderschönen Gärten von Bevis Bawa anzuschauen und eine Sea Turtle Hatchery (Aufzuchtstation) zu besuchen. Da ich im Ursprungsblog das Ganze nur mit einem: Heute war ich hier und da“ bedacht hatte, habe ich hier ein wenig weiter ausgeholt, um euch beides ein wenig näher zu bringen.

Om-Tour 2017, die 7te – von Bevis‘ Blumen und einem Schildkrötenparadies

Nach einigen Ölschlachten, viel Ruhe und Entspannung brauchte ich mal wieder etwas moderate Action, und da boten sich zwei Ausflüge an, die toll klangen. Der erste ging in eine Meeresschildkröten-Aufzuchtstation, denn die süßen Meeresbewohner gehören ebenfalls zu der Vielzahl bedrohter Tierarten. Deshalb gibt es an den Küsten Sri Lankas zahlreiche Conservation Projects und Aufzuchtstationen.

Seit sich ihre Vorfahren, die Süßwasserschildkrötenschildkröten, vor schlappen 225 Millionen Jahren dem Meer als Lebensraum angepasst haben, haben sie sich zäh durchgesetzt. Und nicht nur die Dinosaurier überlebt und Kontinentalverschiebungen mitgemacht, sondern auch Inseln, Korallenriffe und Strände entstehen und untergehen sehen. Nebenbei haben sie auch noch Eiszeiten, Seebeben und andere Naturkatastrophen überstanden. Und dann kam der Mensch… Herzlichen Glückwunsch.

Dank der zunehmenden Verschmutzung von Meeren und Stränden und natürlich Jägern, die Fleisch oder Panzer kommerziell ausschlachten, gehören die Schildkröten nun zu den vielen bedrohten Arten. Hinzu kommt die Gefährdung durch „Beifang“ durch die kommerzielle Fischerei und die Berge an Plastikmüll/-tüten, die für Schildkröten oft wie ihre Leibspeise, die Qualle, aussehen.

Die Turtle Hatchery war sehr niedlich und es gab Einiges zu sehen. Von Stellen mit vergrabenen Schildkröteneiern, die noch nicht ausgebrütet waren, bis hin zu Becken mit ein, zwei und mehrere Tage alten Schildkrötenbabies.

     

Es gab auch ein Areal mit Langzeitbewohnern, die in der freien Wildbahn keine Überlebenschance hätten, wie einem Exemplar mit nur zwei Flossen, oder einer seltenen Albino-Schildkröte, die wirklich ganz besonders aussieht.

Und als Bonus lag direkt neben der Hatchery einer der schönsten Strände, die ich je gesehen habe…

 

Grünes Paradies: Die Brief Gardens von Bevis Bawa

Ein weiterer Ausflug entführte mich einen Tag später in die zauberhaften Brief Gardens und das faszinierende, vom ihm selbst entworfene Haus von Bevis Bawa, einem Rebell, Künstler, Soldat und  Plantagenbesitzer, um nur ein paar seiner vielen Berufe und Berufungen zu nennen.

Es war wunderschön, drinnen wie draußen – trotz leichten Regens und unfassbar vielen Mosquitos. Gut, dass ich mich vorher nicht eingesprüht hatte… 😉

Wer über die Gardens lesen möchte: www.briefgarden.com

  

Eine kleine Anekdote vom Morgen: Ich spazierte ein wenig durch das Resort und beobachtete, wie ein kleines Äffchen, das eigentlich ein alter Mann war, Kokosnüsse von einer Palme holte. Beeindruckend!

Auf Sri Lanka wächst vornehmlich die die „King Coconut“, goldgelb und riesig. Das Wasser schmeckt deutlich süßer als das der „grünen Kokosnuss“, und soll dazu noch sehr gesund sein. Der Manager, der das Ganze beaufsichtigte, meinte zu mir: „Drink it for seven days and you will never have cancer!“ Tja: Too late for that, aber ab Sonntag werde ich mal eine Prophylaxe starten. Schacka! Während der Shiro Dhara-Tage darf man das Wasser nämlich nicht trinken.